Gerührt, nicht geschüttelt: Wie du deine Kund*innen wirklich überzeugst (und wie nicht)

Du weißt, dass du es kannst. Dass du richtig gut in deinem Job bist. Dass du immer eine Lösung hast. Super! Bringt dir aber genau … NIX. Solange du deine (Wunsch)-KundInnen davon nicht genauso überzeugst. Wie du das schaffst? Anders, als du vermutlich glaubst.

Der schon wieder! Dieser präpotente Wunderwuzzi im Maßanzug. Ich konnte ihn einfach nicht anschauen.

Es interessierte mich eine Doppelnull, wenn er noch schnell die nächstbeste Octopussy mit Liebesgrüßen aus Moskau um den Goldfinger wickelt, bevor er sie an einem anderen Tag dem Hauch des Todes überlässt. Oder wenn er im Geheimdienst Ihrer Majestät mal wieder irgendeinen Dr. No mit Diamantenfieber zum Moonraker jagt, weil die Welt zum Leben und Sterben lassen nicht genug ist.


Eine Nullnummer nach der anderen…

Ganz ehrlich – der Spion, den viele liebten, bekam von mir höchstens die Lizenz zum Nervtöten. Es war doch sowieso von vornherein klar, dass er am Ende immer mit einem Goldeneye davonkommt. Egal, wie oft er ins Angesicht des Todes blickt. Ist aber auch logisch, dass DER morgen nie stirbt. Wenn man doch eh zweimal lebt. Was soll daran bitte streng geheim sein? Also flüchtete ich jedes Mal, sobald der Mann mit dem goldenen Colt irgendwo in tödlich-langweiliger Mission auf der Bildfläche erschien.


… bis sich alles veränderte.

Aber dann kam dieser Neue ins Spiel. Sein Name war Craig. Daniel Craig. Und wie vom Himmel gefallen, zog der unbesiegbare, seelenlose Agent am königlichen Pokertisch dieses Ass aus dem Ärmel. Denn plötzlich zeigte er noch ein ganz anderes Spectre von sich. Einen Einblick in sein Leben, seine Vergangenheit, seine Gefühle. Und auf einmal kam es mir wirklich wie ein Quantum Trost vor, dass 007 keine Zeit zu sterben hatte.

Seitdem saß ich bei jedem Film im Kino. Freiwillig. Und gleichzeitig wie gefesselt. Weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit ihm weitergeht. Ja, ich bin völlig überraschend tatsächlich ein richtiger James Bond-Fan geworden.

Wegen der Geschichte dahinter.

Ich bin also der lebende Beweis dafür, dass Storytelling funktioniert. Und das nicht nur in Büchern oder Filmen. Auch für dich als Unternehmer*in ist es eine wahre Marketing-Wunderwaffe. Weil es deinen Kund*innen genauso geht, wie es mir mit James Bond gegangen ist. Sie wollen keine perfekt inszenierten Kompetenz-Darbietungen von gekünstelten (Selbst-)Darstellern sehen. Sie wollen Menschen mit Geschichten.

Und die hast du auch!

Anders als in Hollywood brauchst du für dein Storytelling aber weder Drehbücher noch Regisseure und schon gar keine Special Effects. Denn deine Geschichten sind perfekt, so wie sie sind. Und das Beste dran ist: Du hast sie längst fix und fertig in deinem Kopf, weil du sie gedanklich garantiert schon 100 Mal ablaufen hast lassen.

Zum Beispiel

wie die Idee für dein Unternehmen / dein Produkt / deine Dienstleistung entstanden ist

warum du überhaupt machst, was du machst

welche Träume / Visionen du hast

welche Zweifel / Ängste / Sorgen du hast

was du tust, um deine Ziele zu erreichen

was du veränderst, falls du sie NICHT erreichst

welche Erfahrungen / Erlebnisse / Fehler du gemacht hast

wer oder was dich beeinflusst / prägt - sowohl positiv als negativ

was dich motiviert

woran du scheiterst

wie du damit umgehst

was du daraus lernst

etc. etc. etc.

Wie du siehst - Stoff für Storytelling ist mehr als genug da. In allen möglichen Variationen. Du brauchst dieses Content-Rohmaterial eigentlich nur mehr halbwegs sinnvoll strukturieren, ein wenig in Form bringen (z. B. Text/Video, kurz/lang, lustig/ernst usw.) – und natürlich ein bisschen Mut haben, der ganzen Welt von deinen Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, Erfolgen und Rückschlägen zu erzählen.

Aber eins kannst du mir glauben: Du kannst überhaupt nichts falsch machen.

Denn egal, wie deine Geschichten auch ausschauen – sie sind so einzigartig wie du. Und damit wirst du garantiert genau das Publikum ansprechen, das zu dir passt.

Also denk in Zukunft immer daran:

Du beeindruckst deine (Wunsch-)Kund*innen nicht, indem du den Helden spielst.

Du überzeugst sie, weil du auf deine eigene Art und Weise für sie ein ECHTER Held bist.


PS.: Wenn du Unterstützung bei deinen Geschichten brauchst: Erzähl mir davon. Ich begleite dich gerne auf deiner persönlichen Heldenreise.

Birgit MayrhoferKommentieren