Oh du schreckliche: So kommst du ab jetzt stressfrei durch die Weihnachtszeit
Dein Terminkalender ist voll, deine To-Do-Liste wird immer länger und dein Stresslevel geht durch die Decke. Am liebsten wäre es dir, Weihnachten wäre schon wieder vorbei. Denn bis endlich die Kerzen am Christbaum brennen, bist du schon längst ausgebrannt. Dabei könnte alles so einfach sein. Wie das gehen soll? Ich verrate es dir.
Die Schreibtische waren aufgeräumt. Die Computer ausgeschaltet. Alle saßen zusammen. Bei Brötchen, Sekt und Keksen. Alle – außer mir. Ich hatte stattdessen einen Stapel mit Rechnungen vor mir, die unbedingt noch rausmussten. Wegen der Bilanz und so. Natürlich erst jetzt. Weil es vorher zugegangen war, als stünde uns die Apokalypse bevor. Wie immer im Dezember, wenn in der Agentur plötzlich all die Projekte sooooo dringend wurden, die vorher monatelang unbeachtet beim Kunden lagen.
Alle Jahre wieder … nichts als Stress
Also ließen meine Kollegen das Arbeitsjahr ohne mich ausklingen. Und während ich mir dann doch noch schnell ein Gläschen auf Ex runterkippte, bevor ich mich abgehetzt und mit brummendem Schädel zur Last-Minute-Einkaufstour für die anstehende Familien-Völlerei staute, spürte ich sie wieder ganz deutlich:
Diese berühmte Weihnachtsstimmung, von der alle reden und die kein Mensch braucht.
So war das früher. Als ich noch angestellt und kinderlos war. Und tun musste, was mein Chef (und meine eigene angelernte Erwartungshaltung) verlangte. Seit ich selbstständig bin, mache ich es anders. Und ich kann dir wirklich nur empfehlen, es auch zu tun:
Streiche den Dezember aus deinem Kalender
Zumindest, was deine beruflichen Projekte betrifft. Wenn du selbstständig bist, hast du es selbst in der Hand, wie deine Jahresplanung ausschaut. Und wer sagt, dass die nicht schon im November aufhören kann? Eben. Ich hab’s letztes Jahr zum ersten Mal ausprobiert. Zwar eher unfreiwillig, nachdem mir – wie so vielen – coronabedingt einige Aufträge ausgefallen sind. Weil mir diese unerwartete Arbeitslosigkeit aber so richtig gut getan hat, hab ich entschlossen, das genauso beizubehalten.
Und glaub mir, das hat echt Vorteile – sowohl beruflich als auch privat.
– Du arbeitest fokussierter und effizienter, weil du ein Ziel vor Augen hast.
– Du verbesserst dein Zeitmanagement, weil du deine Aufgaben bündelst.
– Du bist stolz, weil du dein Arbeitspensum in kürzerer Zeit erledigst.
– Du lernst, auch mal Nein zu sagen.
– Du kannst in aller Ruhe deine Weihnachtsvorbereitungen treffen.
– Du hast sogar noch Zeit für Dinge, die dir wirklich Freude machen.
– Du kommst dabei wie von selbst auf neue Ideen und
… entwickelst dich und dein Unternehmen dadurch ganz automatisch weiter.
Klingt unmöglich? Ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert.
Jaja, ich weiß. Ganz so leicht ist es in der Realität natürlich nicht. Es wird immer wieder etwas dazwischen kommen. Eine Verzögerung. Ein wirklich dringendes Projekt. Der eine oder andere wichtige Termin. Nur eins kann ich dir versprechen: Wenn du dir den Dezember von Anfang an freihältst, geht sich auch das locker aus.
Also trau dich ruhig, so zu tun, als gäbe es keinen Dezember. Als hätte das Jahr einfach nur 11 Monate. Lass dich weder auf Termine ein, die im Jänner noch genauso reichen. Noch dir von Kunden einreden, irgendwas unbedingt heuer noch machen zu müssen, nur weil SIE die Sache vor dem Jahreswechsel vom Tisch haben wollen. Du wirst sehen: sie werden es (fast) alle verstehen. Wenn nicht sogar froh darüber sein, dass sie endlich mal jemand aus diesem stressigen Hamsterrad rausholt.
Und damit hör ich auch schon wieder auf. Schließlich arbeite ich ja eigentlich gar nicht mehr.
Also:
Entspannte Weihnachten – und guten Rutsch!
In ein neues Jahr ohne Dezember.