Zufriedenheit & Produktivität: 5 Schritte, wie du beides erreichst
Hast du manchmal Tage, an denen du mit deiner Leistung unzufrieden bist, obwohl du den ganzen Tag geschuftet hast? Weil du deiner Meinung nach zu wenig produktiv warst? Weil du dein geplantes Tagespensum nicht erreicht hast? Weil du scheinbar zuviel Zeit verplempert hast?
Ja? Dann zeige ich dir in diesem Artikel, warum sich Zufriedenheit und Produktivität gegenseitig beeinflussen und wie du es in 5 Schritten schaffst, beides zu erreichen.
Mit der Produktivität und der Zufriedenheit ist es wie mit der Huhn-Ei-Frage. Was kommt zuerst? Ist man erst zufrieden, wenn man produktiv ist? Oder ist man produktiver, wenn man zufrieden ist? Eine eindeutige Antwort gibt es darauf nicht. Fakt ist aber, dass das eine ohne dem anderen wohl kaum geht. Und dass Produktivität und Zufriedenheit definitiv in Wechselwirkung zueinander stehen.
Was uns zur Definition von Produktivität führt.
Was bedeutet für dich Produktivität? Wann empfindest du einen Tag als produktiv? Wenn du das ganze Haus geputzt hast oder wenn du den Müll rausgebracht hast? Wenn du ein 5-Gänge-Menü gezaubert hast oder wenn du dir dein Abendessen beim Lieferservice bestellt hast? Wenn du das umfangreiche Kundenprojekt abgeschlossen hast oder wenn du drei Telefonate geführt hast?
Genau! Jeder hat seine eigene Vorstellung von Produktivität. Der Grund sind die unterschiedlichen Ansprüche, die jeder Mensch an sich selbst hat. Ein Minimalist empfindet einen Tag bestimmt schneller als produktiv - und führt vermutlich ein weitaus zufriedeneres Leben - als jemand, der sich die Latte zu hoch legt.
Und damit sind wir schon bei
Schritt 1: Nimm dir den Druck
Muss das Haus wirklich vom Keller bis zum Dach blitzeblank sein? Musst du das Kundenprojekt tatsächlich drei Tage früher als vereinbart abschließen? Muss der Blogartikel unbedingt heute noch veröffentlicht werden? ;-)
Der einzige Grund, wenn es mit deiner Zufriedenheit nicht so recht klappen will, bist du. Oder besser gesagt, deine Wahrnehmung von Produktivität. Versuche also, deine persönliche Definition von Produktivität zu überdenken und dir selbst den Druck zu nehmen. Mit dem nötigen Abstand wirst du es schaffen, deine Ansprüche runterzuschrauben und auch mit weniger zufrieden zu sein.
Schritt 2: Sei realistisch
Die Buchhaltung machen, Wäsche waschen, die Webseite für den Kunden texten - dazwischen einkaufen, kochen und vielleicht noch den Kleiderkasten ausmisten. Natürlich würdest du gern soviel wie möglich an einem Tag erledigen. Aber leider hat ein Tag eben nunmal nur 24 Stunden - und schlafen solltest du schließlich auch irgendwann.
Denk bei deiner Tagesplanung also daran, realistisch zu bleiben. Nimm dir für einen Tag nur das vor, was auch tatsächlich an einem Tag zu schaffen ist. Sonst wirst du ständig unzufrieden sein und das Gefühl haben, nicht produktiv zu sein.
Schritt 3: Bleib flexibel
Der Kundentermin fällt ins Wasser, weil das Kind krank ist. Die geplante Hausarbeit bleibt liegen, weil du Überstunden machen musst. Der Kühlschrank bleibt leer, weil das Auto streikt. Wenn unerwartete Querschläger deinen Plan durchkreuzen, ist das ärgerlich, aber eben nicht zu ändern.
Wenn du akzeptierst, dass deine Pläne nicht in Stein gemeißelt sind, ersparst du dir eine Menge Frust und bleibst wesentlich entspannter, wenn du sie kurzfristig ändern musst.
Schritt 4: Ändere deinen Blickwinkel
Das Projekt zieht sich wie Kaugummi, weil immer noch eine Entscheidung vom Kunden aussteht. Die neuen Möbel sind erst zur Hälfte aufgebaut, weil dein Mann ein wichtiges Fußballturnier hat. Und nach dem dreistündigen Bügelmarathon türmen sich schon wieder Berge an Schmutzwäsche.
Solange eine Aufgabe für dich nicht abgeschlossen ist, kriegst du sie nur schwer aus dem Kopf. Versuche daher, dich über Etappenziele zu freuen. Wenn du den Fokus darauf legst, was schon geschafft ist, anstatt darauf, was noch fehlt, wirst du wesentlich zufriedener sein. Und du kannst dich in der Zwischenzeit leichter anderen Aufgaben widmen.
Schritt 5: Gönne dir Belohnungen
Kennst du den Spruch „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“? Wenn es nach dem renommierten NLP-Coach Roman Braun geht, ist dieser vielzitierte Satz ziemlicher Stumpfsinn. Eigentlich sollte es genau andersrum lauten: „Erst das Vergnügen, dann die Arbeit“.
Denn wenn unser Gehirn eine Belohnung erhält, schüttet es Glückshormone aus, die uns zufriedener und motivierter werden lassen. Also die besten Voraussetzungen, um produktiv zu sein.
Darum trinke das nächste Mal ruhig eine Tasse Kaffee, bevor du dich an die Hausarbeit machst. Telefoniere einfach zuerst mit deiner besten Freundin und dann mit dem anstrengenden Kunden. Oder spiele ohne schlechtes Gewissen eine Runde Candy Crush, bevor du dich über deine Emails stürzt.
Wenn ich mit meiner Produktivität unzufrieden bin (und als bekennender Möchtegern-Perfektionist kommt das durchaus regelmäßig vor), versuche ich, mich an diese 5 Schritte zu halten. Ich wünsche dir, dass sie bei dir genauso gut funktionieren.
Gerne kannst du mir über deine Erfahrungen berichten. Ich freue mich über dein Kommentar.
Alles Liebe,
Birgit